2006 – 2009
Im Mittelalterlichen Saal im Neuen Museum zu Berlin sollten sämtliche gliedernde Architekturelemente in ihrer ursprünglichen Form rekonstruiert werden. Die 16 in den 1980er Jahren abgenommenen Pendentif-Bilder sollten an der ursprünglichen Position reappliziert werden. Der oberflächenbündige Anschluss von historischen und farbig gefassten, jedoch geschädigten Stuckprofilen an die neu zu ergänzenden Gesimse und Gurtbögen musste berücksichtigt werden. Die erforderlichen Zugarbeiten im Deckenbereich wurden mit Hilfe von konstruierten Stuckzirkeln und mit einem Klappmechanismus ausgestattete Schablonen ausgeführt. Die eigens entwickelten Werkzeuge (Idee C. Feldmann) wurden während der Entwicklung, des Baus und auch noch während der Arbeiten an die Bedürfnisse vor Ort angepasst.
Gegenstand der konservatorischen und restauratorischen Arbeiten im kabinettartigen Sternensaal im Neuen Museum waren unter anderem die Rekonstruktion der Decke. Die Drahtputzdecke war verloren und wurde vollständig rekonstruiert. Unter den nach dem 2. Weltkrieg geborgenen Teilen waren zwei in mehrere Einzelteile zerbrochene, goldgefasste Konsolen, ursprünglich die Rippenendigungen. Die Archivrecherche ergab keine ausreichende planerische oder fotografische Aussage, die für eine Wiederherstellung der Konsolen genügt hätte. Es wurde zunächst eine zeichnerische Rekonstruktion angefertigt und zur Diskussion gestellt. Erst danach wurde ein plastisches Modell hergestellt, abgeformt und angebracht.
Alle Projekte „Neues Museum“auf unserer Internetseite wurden als Mitglieder der ARGE Südwest bearbeitet.


Speziell konstruierte Klammern zur Wiederanbringung zuvor abgenommener Wandmalereien (ein vierteiliges Halterungssystem, das die Korrektur der Position in alle Richtungen ermöglichte). (Konstruktion Claus Feldmann § Mobile Metallico)

Mit Hilfe der Klammern konnte das Wandmalerei-Fragment passgenau wieder eingesetzt werden
